Eine wunderbare Reise – so bezeichnete die damals 16-jährige Ruth Cohn ihre Flucht aus dem winterlichen Dänemark über Russland, die Türkei, Syrien und den Libanon nach Palästina.1Michaeli, Lönne , Gut Winkel, S. 155 ff.
Dass diese Reise für Ruth und 43 andere Jugendliche zu einem beinahe unbeschwerten Erlebnis werden konnte, ist das Verdienst vieler unterschiedlicher Menschen. Ruth und Erich Lewin waren zwei von ihnen.
Ein Stolperstein in Stuttgart
Am 18. November 2026 wird in Stuttgart ein Stolperstein für die Familie des Unternehmers Karl Ellenberg verlegt. Bekannt war bislang, dass es allen Familienmitgliedern gelang, sich in das damalige britische Mandatsgebiet Palästina zu retten. Die wesentliche Beteiligung seiner Tochter Ruth, verheiratete Lewin, an der Rettung einer Gruppe jüdischer Jugendlicher aus dem besetzten Dänemark ist dagegen ein erst jetzt bekannt gewordenes Kapitel der Familiengeschichte.
Im Dezember 1940 erreichten diese Jugendlichen nach wochenlanger Reise Palästina. Sie stammten aus Deutschland, Österreich sowie der damaligen Tschechoslowakei und waren aus Dänemark geflohen. Mit ihnen reisten Erwachsene, die unter schwierigsten Bedingungen dafür gesorgt hatten, dass diese Reise überhaupt stattfinden konnte. Eine von ihnen war Ruth Lewin.
Die Geschichte dieser Menschen lässt sich heute weiter erzählen als bisher. In Darstellungen über die Hamburger Jüdin Eva Warburg, die sich mit großer Energie für die Rettung jüdischer Kinder und Jugendlicher einsetzte, sind auch die Bemühungen um das Schicksal dieser Gruppe überliefert. Eva Warburg war wesentlich daran beteiligt, junge Jüdinnen und Juden aus dem besetzten Dänemark nach Schweden und von dort weiter nach Palästina zu bringen. Doch die Überlieferung endet an einem entscheidenden Punkt: bei der Organisation und Vorbereitung der Flucht.
Der Historiker Clemens Maier-Wolthausen schrieb 2014 über die Rettungsaktion: „Darüber, ob die Kinder letztlich wirklich nach Palästina gelangten, gibt uns die Quelle selbst keinen Aufschluss.“2Maier-Wolthausen, Eine unmögliche Reise, S. 4
Dass einer Gruppe aus Dänemark im Dezember 1940 die Flucht auf dem Landweg nach Palästina gelang, ist inzwischen belegt. Einzelne Schicksale und Daten sind an unterschiedlichen Stellen dokumentiert; ein vollständiger Überblick über alle Personen lag bisher jedoch nicht vor. Die nachfolgende Recherche ermöglicht erstmals eine zusammenhängende Darstellung der nach heutigem Kenntnisstand nachweisbaren Lebenswege. Auf der Grundlage einer bislang nicht ausgewerteten Ankunftsliste lassen sich Namen und Schicksale der Mitglieder dieser Gruppe weitgehend rekonstruieren. 44 Jugendliche, fünf Erwachsene sowie das Kleinkind eines der begleitenden Paare erreichten am 24. Dezember 1940 Eretz Israel.

FIRST YOUTH GROUPS FROM SCANDINAVIA
SIX WEEKS‘ JOURNEY
HAIFA, Tuesday. — A group of 44 boys and girls from Scandinavian countries arrived here by way of Ras-el-Naqura late this afternoon, after a six weeks‘ trip through Russia, Turkey and Syria.
They are spending the night at the [Immigrants‘] Hostel of the Jewish Agency on Mount Carmel before leaving tomorrow for Geva, Mishmar Ha’emek and […].
First Contingent
This is the first contingent of those for whom 450 youth certificates had been approved by the Government. Of the […] 270 […] from Denmark have received special permission to enter through [enemy-]occupied territory. The others come from [countries] where they were trained by the [Hechalutz] (Pioneer) Organization.
On their way to Palestine, the young people passed through Stockholm, Moscow and Odessa, taking a Russian ship to Istanbul, and then coming by rail to Syria. The others in the [group/shipment] are expected to arrive in groups of […].
There were also 24 other arrivals this afternoon, including nine „Ol[im] Hadashim,“ two teachers, and five returning residents.
(Eigene Transkription mit KI-Unterstützung)
Ausbildung für ein neues Leben: Die Hachschara
Ruth Ellenberg aus Stuttgart wusste, was es bedeutete, sich auf eine neue Existenz in Palästina vorzubereiten. 1935 musste sie ihr bisheriges Leben als kaufmännische Angestellte in der schwäbischen Großstadt zurücklassen und ging „auf Hachschara“ nach Spreenhagen in Brandenburg. Auf Gut Winkel übernahm sie Aufgaben in der Haus- und Landwirtschaft.
Die Hachschara – wörtlich „Tauglichmachung“ – war weit mehr als eine berufliche Ausbildung. Junge Menschen erwarben praktische Kenntnisse in der Landwirtschaft, arbeiteten zusammen und lebten in einer Gemeinschaft, die sich an der Lebens- und Arbeitsweise der Kibbutzim im späteren Israel orientierte. Die Hachschara vermittelte damit nicht nur berufliche Fähigkeiten, sondern auch Erfahrungen mit einer neuen Art des Zusammenlebens. Zugleich war sie eine Form jüdischer Selbsthilfe in einer Zeit, in der die Verfolgung in Deutschland zunehmend gefährlicher wurde. Sie diente der Vorbereitung auf die Aliyah, die Einwanderung in das damalige britische Mandatsgebiet Palästina, nach Eretz Israel.
Auf Gut Winkel lernte Ruth Ellenberg Erich Lewin aus Schivelbein in Hinterpommern kennen. Beide gehörten zu denjenigen, die später selbst Verantwortung für junge Menschen übernehmen sollten. Im Februar 1937 gingen sie als Jugendgruppenleiter in das Hachschara-Lager in Havelberg im heutigen Sachsen-Anhalt. Und am 9. Juni 1937 heirateten sie dort.
Im Juli 1937 kamen Ruth und Erich Lewin nach Frankfurt am Main. Dort gab es mehrere Anlernwerkstätten der Hachschara, in denen junge Jüdinnen und Juden unter anderem im Gartenbau und in der Hauswirtschaft ausgebildet wurden. Auch hier waren die Lewins als Gruppenleitungen tätig, auch hier halfen sie, den Jugendlichen in dunklen Zeiten eine Perspektive zu bieten.
Doch bald wurde die Situation für Juden in Deutschland lebensbedrohlich. Während der Novemberpogrome wurde Erich Lewin verhaftet und im Konzentrationslager Buchenwald interniert. Nur unter der Auflage, Deutschland innerhalb von drei Monaten zu verlassen, kam er wieder frei.
Im Januar 1939 konnten Ruth und Erich Lewin nach Schweden entkommen. Auch dort gab es seit 1933 Hachschara-Ausbildungsstätten für junge deutsche Jüdinnen und Juden. In den landwirtschaftlichen Ausbildungsstätten in Schweden übernahm das Ehepaar erneut Verantwortung, immer das eine Ziel vor Augen – die Ausreise nach Palästina.3s. ausführlich https://ahnenblog.globonauten.de/der-traum-vom-kibbutz-familie-lewin-aus-schivelbein/
Dänemark: Zuflucht auf Zeit
Während Ruth und Erich Lewin in Schweden ihre Arbeit in den Hachschara-Ausbildungsstätten fortsetzten, warteten jüdische Jugendliche in Dänemark auf die Weiterreise nach Palästina.
Neben den Kindertransporten nach Großbritannien, durch die etwa 10.000 jüdische Kinder gerettet werden konnten, nahm auch Dänemark eine begrenzte Zahl jüdischer Jugendlicher auf. Eine wichtige Rolle spielte dabei die Kvindefredsliga, die dänische Frauenfriedensliga. Gemeinsam mit anderen dänischen Frauenorganisationen setzte sie die Regierung unter Druck und erreichte 1939 die Genehmigung, zunächst 25 und später weitere 300 jüdische Kinder aufzunehmen. Sie sollten vorübergehend in dänischen Pflegefamilien leben und anschließend nach Palästina weiterreisen.
Die Frauenorganisationen riefen die dänische Bevölkerung dazu auf, jüdische Kinder bei sich aufzunehmen. Die Resonanz war überwältigend: Es meldeten sich mehr Familien, als Kinder untergebracht werden konnten.4Sørensen, Jødiske flygtningebørn i Danmark, 1939–1945
Einer dieser Jugendlichen war der fünfzehnjährige Oskar Strauss aus Nordböhmen. Nach der Besetzung seiner tschechoslowakischen Heimat hatte er die Schule verlassen müssen und erlebt, wie jüdische Menschen entrechtet, beraubt und verfolgt wurden. Dann erhielt er die Möglichkeit, an einem zionistischen Vorbereitungslager teilzunehmen. Kurz darauf kam die rettende Nachricht: Drei der jüngsten Teilnehmer durften nach Dänemark einreisen. Oskar war einer von ihnen.
Ende November 1939 verabschiedete er sich in Prag von seinen Eltern. Es sollte das letzte Mal sein, dass er sie sah.
Die Reise nach Dänemark dauerte anderthalb Tage. Für Oskar muss der Wechsel überwältigend gewesen sein: Er kam aus einer Atmosphäre der Angst und begegnete nun Menschen, die ihm freundlich und offen entgegentraten. Nach einer Nacht in Kopenhagen ging es mit Zug und Fähre weiter nach Jütland.
In Thisted wurden sie in einem festlich geschmückten Bahnhofssaal empfangen. Dort warteten bereits die Familien, bei denen sie fortan leben sollten und die ihnen eine Heimat auf Zeit boten: die Pflegefamilien versorgten sie nicht nur, sondern ermöglichten ihnen auch, zu arbeiten, Dänisch zu lernen und sich regelmäßig mit anderen jüdischen Jugendlichen zu treffen.
Oskar Strauss kam bei Kristian und Dorthea Poulsen unter, die bei Thisted eine Gärtnerei und Baumschule betrieben. Er lernte melken und jäten und arbeitete im Gewächshaus. Die Pflegefamilie gab ihm ein Fahrrad, sodass er sich selbstständig bewegen konnte. Zweimal in der Woche traf er seine Kameraden zum Hebräischunterricht. Für diese Treffen packte ihm seine Pflegemutter ein großes Essenspaket ein – er sollte schließlich nicht hungrig bleiben.
Dieses Jahr in Dänemark wurde für Oskar unvergesslich. Die Familie versuchte, die verlorene Geborgenheit seiner eigenen Familie zu ersetzen. Doch die Briefe aus der Heimat trugen weiterhin den Zensurstempel mit dem Hakenkreuz. Und Oskar wartete jeden Tag auf den Briefträger.5Miltersen, Jul i Thy, 1998, S. 3 ff.
Auch Gerhard Popper aus Klattau in Böhmen wurde freundlich in Dänemark aufgenommen. 1939 schrieb er an seinen Onkel, dass er in einem eigenen Zimmer untergebracht sei – zwar ohne Matratze, aber mit sechs Decken, auf denen er „weich wie im siebten Himmel“ schlafen könne. In der ersten Woche sei er bis elf Uhr im Bett geblieben, worüber sich sein Pflegevater gefreut habe: Viel Schlafen sei gesund, und in der ersten Woche müsse er ohnehin noch nicht arbeiten. Auch wegen eines Anzugs, der während der Reise verloren gegangen war, solle er sich keine Sorgen machen. Selbst wenn der ganze Koffer abhandengekommen wäre, hätte man genug Kleidung, um ihn vollständig neu auszustatten.6Zeitungsartikel gepostet in der Facebookgruppe Czech Jewish Genealogy (Including Bohemia, Moravia and Silesia), ohne Herkunftsangabe
Für einige Monate fanden Oskar Strauss, Gerhard Popper und die anderen Jugendlichen in Dänemark Sicherheit, Fürsorge und ein Stück Alltag.

Das Ende der Sicherheit
Was wie ein sicherer Ort erschien bot allerdings nur vorübergehenden Schutz.
Im April 1940 marschierten deutsche Truppen in Dänemark ein. Damit gerieten die Jugendlichen, die dort Aufnahme gefunden hatten, erneut unter die Herrschaft der Nationalsozialisten.
Es musste gehandelt werden. Die streng begrenzten Einreisegenehmigungen der britischen Mandatsregierung für Palästina waren dabei nicht das größte Problem. Noch schwieriger war die Organisation der Reise. Für die geplante Route mussten Visa für fünf Länder beschafft und zeitlich aufeinander abgestimmt werden. Verzögerte sich die Erteilung eines Visums, konnte ein anderes bereits abgelaufen sein. Besonders schwierig war die Durchreise durch die Türkei. Die Jewish Agency und der spätere Präsident Israels, Chaim Weizmann, setzten sich dafür ein, dass die türkischen Behörden die Jugendlichen passieren ließen. Auch die Finanzierung musste gesichert werden: Zug- und Schiffstickets, Übernachtungen und Proviant waren zu organisieren und zu bezahlen. Dazu die Bürokratie: Formulare und Bestätigungen in mehrfacher Ausfertigung, Gesundheits- und Impfbescheinigungen – die Zeit wurde immer knapper.7Glück, Diamond, Glick, Hachshara and Youth Aliyah in Sweden 1933–1948, S. 45
Zu den Menschen, die sich besonders für die Rettung einsetzten, gehörte Eva Warburg aus Hamburg. Mit großer Energie arbeitete sie daran, die Jugendlichen zunächst nach Schweden und von dort weiter nach Palästina zu bringen. Für die Finanzierung wandte sie sich an die Jüdische Gemeinde in Stockholm, die ihrerseits dringend Unterstützung beim American Jewish Joint Distribution Committee in New York erbat. Es dauerte, bis die benötigten Mittel zusammenkamen – aber sie schafften es.8Maier-Wolthausen, Eine unmögliche Reise, S. 2 f.
Auch vor Ort wurde an der Rettung gearbeitet. Dagmar Lustrup von der Frauenfriedensliga in Thisted, die sich schon zuvor intensiv um die Jugendlichen gekümmert hatte, organisierte eine Jugendherberge in der Nähe von Odense, in der einige von ihnen vor der Weiterreise nach Schweden gesammelt werden konnten.9Biographie https://collections.yadvashem.org/en/righteous/4016197
In Schweden gehörten Ruth und Erich Lewin, Erna und Fritz Cohn mit ihrem Baby Wolfgang und Martin Klunower schließlich zu den Erwachsenen, die ausgewählt wurden, die Gruppe auf ihrem gefährlichen Weg nach Palästina zu begleiten.10Glück, Diamond, Glick, Hachshara and Youth Aliyah in Sweden 1933–1948, S. 45
Vor ihnen lag eine Reise ins Ungewisse. Es sollte die Reise in ein neues Leben werden.
Die Reise nach Eretz Israel

Anfang Dezember 1940 wurden die Jugendlichen in Kopenhagen versammelt. Jeder durfte nur einen kleinen Koffer mitnehmen. Für viele kein leichter Abschied, nachdem sie sich gerade in ihren Pflegefamilien eingelebt hatten.
In Kopenhagen kümmerte sich die Jüdische Gemeinde um sie. Ruth Cohn erinnert sich, dass sie sich auch dort geradezu „adoptiert“ fühlten. Ihr Reisebericht gibt einen Eindruck von der dreiwöchigen Fahrt vom eisigen Norden Europas bis nach Palästina.11Michaeli, Lönne , Gut Winkel, S. 155 ff.
Von Kopenhagen ging es mit dem Schiff nach Schweden. In Stockholm blieb die Gruppe einige Tage. Die Menschen, die an der Organisation der Reise beteiligt waren, bemühten sich nicht nur darum, die Jugendlichen sicher weiterzubringen, sondern gestalteten auch die Zwischenaufenthalte so angenehm wie möglich. Sie absolvierten sogar ein kleines Besichtigungsprogramm.
Von Schweden aus ging es weiter nach Finnland. Dort herrschten nach dem finnisch-russischen Krieg Armut und eine schwierige Versorgungslage. Trotzdem nahmen jüdische Familien die Jugendlichen auf und bemühten sich um zusätzliche Lebensmittelmarken. Von ihren Gastfamilien erhielten sie sogar etwas Taschengeld.
Dann überquerte die Gruppe die sowjetische Grenze.
In Leningrad wurden sie in einem großen Hotel für ausländische Gäste untergebracht. Anschließend begann die 48-stündige Bahnfahrt nach Odessa. Die Fenster des Zuges waren aus Milchglas, sodass sie kaum etwas von der Landschaft sehen konnten. Die Lokomotive wurde mit Holz beheizt und musste immer wieder anhalten, um neues Brennmaterial aufzunehmen. Die Bahnsteige durften bei diesen Aufenthalten nicht verlassen werden.
Zu essen gab es vor allem hart gekochte Eier. Morgens fehlte es im Waggon sogar an ausreichend Wasser zum Zähneputzen.
In Odessa kontrollierte der Zoll penibel jedes Gepäckstück und dessen Inhalt. Stundenlang saß die Gruppe frierend auf der Zollstation, bevor sie endlich das sowjetische Schiff nach Istanbul besteigen konnte.
Die Überfahrt über das Schwarze Meer sollte regulär zwei Tage dauern. Tatsächlich waren es vier. Das Meer war stürmisch, viele Jugendliche wurden seekrank. Nur wenige fanden noch den Weg in den Speisesaal.
Doch als sich das Schiff schließlich dem Bosporus näherte, änderte sich die Stimmung. Das Meer wurde ruhiger. Die Mitglieder der Gruppe standen auf dem eisbedeckten Deck und sahen nach den vielen grauen Wochen plötzlich das Blau und Grün des Wassers im hellen Licht der Sonne. Ruth Cohn erinnert sich an diesen Anblick als überwältigend.
Von Istanbul ging die Reise weiter nach Süden. Durch die Türkei gelangten sie nach Aleppo in Syrien, wo sie gastfreundlich aufgenommen wurden. Auf dem Tisch standen Früchte aus dem Nahen Osten, an denen sie sich, wie Ruth Cohn schreibt, regelrecht „berauschten“. Zuletzt bestieg die Gruppe einen Bus, der sie durch den Libanon nach Rosh Hanikra brachte. Sie hatten Eretz Israel erreicht. Es war der 24. Dezember 1940. Der erste Tag des Chanukka-Festes und Heiligabend. Nach Wochen unterwegs waren sie am Ziel.
Im Rückblick war für Ruth Cohn trotz aller Strapazen etwas anderes entscheidend: „Im Vergleich zu den Jugendlichen, die später ins Land kamen, hatten wir eine wunderbare Reise.“ Und sie fügte hinzu: „Es gab keinen Tag und keine Gelegenheit, in der sich nicht jemand darum kümmerte, dass es uns möglichst gut erging.“
Sie waren nicht allein gewesen. Von Dänemark über Schweden und Finnland bis in den Nahen Osten gab es immer wieder Menschen, die ihnen halfen, sie aufnahmen und versorgten. Und zu den ganz wichtigen Menschen gehörten die erwachsenen Begleiter dieser Reise, nur ein paar Jahre älter als sie selber: Ruth und Erich Lewin, Erna und Fritz Cohn und Martin Klunower.
Die Ankunft: 44 Namen und Lebenswege
Doch die Ankunft bedeutete auch einen Abschied. Die Gruppe, die auf der langen Reise immer enger zusammengewachsen war, wurde nun auf verschiedene Kibbutzim verteilt. Ihre gemeinsame Reise war zu Ende.
Für sie begann damit ein neues Kapitel ihres Lebens – in einem Land, das viele von ihnen bisher nur aus Erzählungen und Büchern gekannt hatten.

Junge Aliyah
Unsere Kinder aus Dänemark kamen in Eretz Israel an
Nach einer Meldung vom 20. Dezember um 19:40 Uhr über die Abreise der ersten Gruppe von Kindern aus Dänemark erhielten wir nun eine weitere Nachricht aus Stockholm. Danach sind von den insgesamt 44 Kindern (davon 17 aus Böhmen und Mähren) am 21. Dezember um 19:00 Uhr sicher in Eretz Israel angekommen. Wir dürfen hoffen, dass die Kinder, die noch in Dänemark zurückgeblieben sind, ebenfalls bald abreisen und sicher nach Eretz Israel gelangen.
Die Namen der 17 Kinder sind:
Olga Anfrechtová, Kurt Bramt, Eva Bermannová, Karel Fassel, Käte Grünhutová, Otto Jolesch, Rosa Kohnová, Arnošt Langer, Karla Löwenbeinová, Věra Olga Löwová, Dagmar Pollaková, Gerhard Popper, Kurt Robitschek, Lizzi Storchová, Oskar Strauss, Leo Weiner und Gisela Werncová.
(Übersetzung mit KI-Unterstützung)
Heute lässt sich dieses neue Leben für zahlreiche Mitglieder der Gruppe zumindest in Teilen nachzeichnen. Auf der Basis der Einreiseliste vom 24.12.1940, Daten der dänischen Volkszählung von 1940, Einbürgerungsunterlagen für Palästina, Zeitungs- und Zeitzeugenberichten konnte eine Liste der Namen aller Teilnehmer mit biographischen Daten erstellt werden. Sie ist jedoch keine Dokumentation eines „Happy Ending“ – fast alle Jugendliche waren die einzigen aus ihrer Familie, die die Shoah überlebt hatten.
Liste der mit der Jugend-Aliyah am 24.12.1940 nach Palästina eingereisten Jugendlichen
| Listen- nummer* | Name | Geboren | Gestorben |
| 1 | Hans Paul Alexander | 11. August 1924, Osnabrück | 1948, Israel als Chanan Alexander |
| 2 | Alfred Ascher | 1. Mai 1924, Breslau | kein belastbarer Nachweis |
| 3 | Olga Aufrecht | 29. August 1924, Deutsch Prausnitz, Tschechoslowakei | 2016, Israel als Ofra Alcalay |
| 4 | Katharina Bass | 6. März 1924, Wien | später Miriam Merkel kein belastbares Todesdatum |
| 5 | Kurt Beamt | 23. Oktober 1923, Wien | 2014, Irland als Baruch Urieli |
| 6 | Eva Bermann | 24. Februar 1924, Olmütz, Tschechoslowakei | später Naomi Sagie, kein belastbares Todesdatum |
| 9 | Kati Grünhut | 17. Februar 1924, Teplitz-Schönau, Tschechoslowakei | später Shulamit Granot kein belastbares Todesdatum |
| 10 | Adolf Degen | 1. Januar 1924, Chemnitz | 1967, Berlin, Deutschland als Arie Degen |
| 11 | Heinz Deutschkron | 6. Juli 1924, Berlin | kein belastbarer Nachweis |
| 12 | Judith Heller | 23. Mai 1925, Wien | kein belastbarer Nachweis |
| 17 | Irma Heitler | 8. Januar 1924, Herzogenburg/Niederösterreich | kein belastbarer Nachweis |
| 18 | Leo Weiner | 4. April 1923, Brno, Tschechoslowakei | 2011, Israel |
| 19 | Gisela Renate Werner | 20. April 1925, Breslau | 2016, Israel als Ora Tal |
| 25 | Rita Tenenblatt (recte Regenbogen) | 17. April 1924, Wien | 1993, Israel als Aviva Herz |
| 26 | Ernst Tischler | 31. Mai 1924, Breslau | 1948, Israel als David Tischler |
| 27 | Otto Adolf Jolesch | 21. Dezember 1923, Iglau, Tschechoslowakei | 2011, Israel als Chaim Jolesch |
| 31 | Rosa Kohn | 16. Juli 1924, Kolosruk, Tschechoslowakei | kein belastbarer Nachweis |
| 34 | Ruth Cohn | 11. November 1924, Breslau | 2015, Israel als Ruth Atzmon |
| 35 | Ernst Langer | 4. Juni 1924, Wien | kein belastbarer Nachweis |
| 36 | Günter Langstadt | 2. Mai 1924, Breslau | 2011, Israel als Avraham Langstadt |
| 37 | Hermann Laub | 22. Januar 1924, Wien | kein belastbarer Nachweis |
| 38 | Eva Lewinsohn | 3. November 1924, Bärwalde | 2021, Israel als Chava Weigert |
| 39 | Albert Lippmann | 11. Januar 1924, Frechen | 2006, Israel als Arye Lippmann |
| 40 | Eva Johanna Loewy | 17. Oktober 1924, Berlin | kein belastbarer Nachweis |
| 41 | Karla Löwenbein | 8. Juli 1925, Mährisch Ostrau | kein belastbarer Nachweis |
| 42 | Vera Olga Löwy/Levy | 1924, Tschechoslowakei | kein belastbarer Nachweis |
| 43 | Kurt Mainzer | 8. Mai 1924, Unna | 1978, Israel als Jehuda Mainzer |
| 44 | Ilse Markus | 11. Mai 1924, Gleiwitz | 2013, Israel als Esther Yakir |
| 45 | Max Dagobert Mendel Markus | 20. Juni 1924, Stendal | kein belastbarer Nachweis |
| 46 | Willi Salpeter | 26. November 1924, Kolomea, vermutl. Westukraine | kein belastbarer Nachweis |
| 47 | Johann Georg Asriel | 2. Oktober 1924, Berlin | kein belastbarer Nachweis |
| 48 | Karl Fassel | 20. Juni 1924, Wien | kein belastbarer Nachweis |
| 49 | Hans Wolfgang Feuerstein | 28. August 1924, Dresden | 2018, Israel als Mordechai Feuerstein |
| 50 | Dagmar Pollak | 5. Juli 1924, Prag | kein belastbarer Nachweis |
| 51 | Gerhard Popper | 22. Mai 1924, Leipzig | kein belastbarer Nachweis |
| 52 | Horst Powisteitzki | 17. Mai 1924, Königsberg/OPr. | kein belastbarer Nachweis |
| 54 | Margit Kral | 16. Mai 1924, Viska Chotebor, Tschechoslowakei | kein belastbarer Nachweis |
| 55 | Gerd Cronenberg | 2. März 1924, Dortmund | 2010, Israel als Yoseph Ron |
| 56 | Ilse Krüger | 22. April 1925, Berlin | kein belastbarer Nachweis |
| 57 | Kurt Robitschek | 18. Oktober 1923, Wien | 1992, USA als Kurt Zvi Robitshek |
| 58 | Hanne Steinert | 21. November 1923, Ilnau, Oppeln | 2012, Israel als Hanna Weiss |
| 59 | Lizzi Storch | 4. oder 5. August 1923, Ostrava, Tschechoslowakei | 1992, Israel als Miriam Beldengrün |
| 60 | Oskar Strauss | 25. März 1924, Bensen am Polzen, Tschechoslowakei | 2019, Israel als Dov Strauss |
| 61 | Cecilie Toni Schmergel | 17. September 1923, Wien | 2016, USA als Cecilie Hecht |
Eigene Recherche
Begleiterinnen und Begleiter der Gruppe
| Listen- nummer* | Name | Geboren | Gestorben |
| 28 | Fritz Cohn | 16. April 1911, Reichenbach, Niederschlesien | 2009, Israel als Dov Cohn |
| 29 | Erna Cohn, geb. Bergmann | 18. Juli 1914, Breslau | 1972, Israel als Esther Cohn |
| 30 | deren Sohn Wolfgang | 30. Juli 1938, Breslau | 2016, Israel als Zeev Cohn |
| 32 | Erich Lewin | 22. November 1908, Schivelbein, Pommern | 1994, Israel als David Lewin |
| 33 | Ruth Lewin, geb. Ellenberg | 2. März 1913, Stuttgart | 1977, Israel |
| 53 | Martin Klunower | 22. März 1915, Lessen, Westpreußen | 2007, Israel |
Eigene Recherche


Die Lebenswege der Mitglieder der Gruppe verliefen unterschiedlich. Die folgenden Beispiele stehen stellvertretend für das Leben vieler von ihnen.
Hans Paul Alexander und Ernst Tischler
Hans Paul Alexander, jetzt Chanan, trat in Palästina mit 18 Jahren der britischen Armee bei und kämpfte in Italien gegen die Deutschen. 1945 machte er sich auf den Weg in das zerstörte Berlin, um seine Eltern zu suchen. Er fand sie nicht. Max und Lotte Alexander waren bereits 1942 im Vernichtungslager Kulmhof ermordet worden.
Chanan kehrte nach Palästina zurück. 1948, im Kampf um die Unabhängigkeit Israels, fiel er in der Nähe von Tiberias.12https://kotel.dk/Alexander/index.htm
Auch Ernst Tischler aus Breslau, jetzt David, kämpfte dafür, dass der gerade gegründete Staat Israel Bestand haben konnte. Er fiel am selben Tag wie Chanan, in der Nähe des Berges Tabor.13https://www.izkor.gov.il/en/fallen/David%20Tishler/en_ac4e3f81a5ad80c698f0348d734a7e81


Adolf Degen
Zu den Jugendlichen, die nach Palästina gelangten, gehörte Adolf Degen aus Chemnitz. Adolf, jetzt Arie, war im Unabhängigkeitskrieg schwer verletzt worden. Während seines Aufenthalts im Feldlazarett nahe Tel Aviv geschah etwas, das ihm inmitten dieser schweren Zeit Trost gab: Er traf dort unerwartet seinen Bruder Michael wieder, der die Shoah in Deutschland überlebt hatte.
Michael hatte sich auf den Weg nach Israel gemacht, um Arie zu suchen – und ihn tatsächlich gefunden. Die Brüder kehrten später nach Deutschland zurück. Michael Degen wurde zu einem beliebten und erfolgreichen Schauspieler. Arie erlebte den Höhepunkt der Karriere seines Bruders nicht mehr. Er starb im Alter von nur 43 Jahren in Berlin. Die körperlichen und psychischen Folgen seiner Militärzeit im israelischen Unabhängigkeitskrieg begleiteten ihn sein Leben lang.14Degen, Mein heiliges Land
Eva Lewinsohn
Eva Lewinsohn wurde in Bärwalde in Pommern geboren und mit Erich Lewin verbanden sie die gemeinsamen Wurzeln in Schivelbein. Ihr Vater Martin war genau wie Erich Lewin dort geboren. Die Eltern von Eva wurden zusammen mit dem Bruder Siegbert am 12. Januar 1943 nach Ausschwitz deportiert – das Datum ihrer Ermordnung ist nicht bekannt. Doch sie gab ihrer Familie bis zuletzt Kraft: „Gut, dass Eva sich hat retten können, so gibt es wenigstens einen, der sich an uns erinnern wird.“, sollen sie sich in schweren Zeiten gesagt haben.
Eva Lewinsohn, die nun Chava Weigert hieß, veröffentlichte 2001 ein Buch mit Kindheitserinnerungen zum Gedenken an ihren Bruder Siegbert. Dem Kibbutz Shoval blieb sie bis zu ihrem Tod treu. Sie starb dort 2021 im Alter von 96 Jahren.15Weigert, Mein Bruder Siegbert Lewinsohn

Erich und Ruth Lewin
Erich und Ruth Lewin arbeiteten zunächst zwei Jahre als Lohnarbeiter auf Orangenplantagen. Ruth absolvierte eine Ausbildung zur Lehrerin. 1945 war es schließlich so weit: Gemeinsam gehörten sie zu den Mitgründern des Kibbutz Gal’ed.
1946 wurde ihre Tochter geboren. In den 1970er Jahren verließen sie den Kibbutz und lebten in Beer Sheva im Süden Israels.


Auf anderen Wegen gerettet
Die Hoffnung, dass diese Gruppe die erste von vielen sein würde, erfüllte sich nicht. Eine weitere Gruppe von 49 Jugendlichen schaffte es im März 1941, Dänemark auf demselben Weg zu verlassen und über Schweden, Finnland und die Sowjetunion weiterzureisen. Bei der Ankunft erwarteten sie unter anderem auch Ruth und Erich Lewin. Die Namen dieser Jugendlichen sind dokumentiert.

Zwei weitere Gruppen, die die Hachschara in Schweden absolviert hatten, erreichten Palästina am 7. und 27. Mai 1940.16Glück, Diamond, Glick, Hachshara and Youth Aliyah in Sweden 1933–1948, S. 46 Dann verschloss sich dieser Fluchtweg. Mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 wurde die Landverbindung nach Osten unpassierbar.
Für die in Dänemark verbliebenen Jugendlichen verschärfte sich die Lage mit dem Fortgang des Krieges zunehmend. Im Oktober 1943 gelang es dänischen Helfern und der Widerstandsbewegung, den größten Teil der jüdischen Bevölkerung Dänemarks nach Schweden zu retten. Auch die meisten Jugendlichen, die nicht rechtzeitig nach Palästina weiterreisen konnten, gelangten auf diesem Weg in Sicherheit. Mehr als 7.000 jüdische Menschen wurden über den Öresund und das Kattegat in das neutrale Schweden gebracht.
Diejenigen, denen die Flucht nicht gelang, wurden festgenommen und nach Theresienstadt deportiert. Zu ihnen gehörte der 24jährige Medizinstudent Karl Jakob Feuerstein aus Wien. Auch er war mit einem der Kindertransporte 1939 nach Dänemark gekommen. Im Oktober 1943 wurde er nach Theresienstadt deportiert, wo er bis zum April 1945 interniert war. Doch auch dort ließ Dänemark seine jüdischen Mitbürger nicht aus dem Blick. Das dänische Außenministerium und das Dänische Rote Kreuz setzten sich für die Gefangenen ein und erreichten, dass sie nicht in die Vernichtungslager weitertransportiert wurden. Zudem konnten Lebensmittel-, Kleidungs- und später Medikamentenpakete nach Theresienstadt geschickt werden. Von den rund 470 aus Dänemark Deportierten überlebten etwa 423.
Im April 1945 wurden die dänischen Juden aus Theresienstadt schließlich mit den „Weißen Bussen“ gerettet, einer vom Schwedischen und Dänischen Roten Kreuz organisierten Rettungsaktion. Am 15. April 1945 begann ihre Evakuierung. Karl Jakob Feuerstein verließ das Ghetto am 18. April. Zunächst kehrte er nach Dänemark zurück, später fand auch er in Israel eine endgültige Heimat.17.https://encyclopedia.ushmm.org/content/en/article/denmark, https://natmus.dk/historisk-viden/danmark/besaettelsestiden-1940-1945/de-hvide-busser/busserne-i-april-45
Erinnerung
Dagmar Lustrup, die eine wichtige Rolle bei der Flucht jüdischer Jugendlicher von Dänemark über Schweden nach Eretz Israel spielte, wurde 1984 von Yad Vashem als Gerechte unter den Völkern geehrt.18Nachweis https://collections.yadvashem.org/en/righteous/4016197
Viele der Jugendlichen hielten ihre Erinnerungen später selbst fest. Die Berichte von Oskar Strauss, Eva Lewinsohn und Ruth Cohn geben persönliche Einblicke in die Flucht und ihre weiteren Lebenswege. Auch das Wirken von Eva Warburg und ihre Arbeit für die Jugend-Alija in Schweden sind in mehreren Veröffentlichungen dokumentiert.
Künftig wird der Stolperstein für Ruth Ellenberg auch an eine der Begleiterinnen erinnern. Ihr Name steht zugleich stellvertretend für die 44 Jugendlichen, deren Weg nach Eretz Israel lange unbekannt geblieben war – und für die vielen Menschen, die dazu beitrugen, dass dieser Weg überhaupt möglich wurde.
Ich danke Hagar, dass sie ihre Familiengeschichte mit mir geteilt hat und den Anstoß gegeben hat, diese Flucht zu rekonstruieren.
Literatur und Quellen
Internetquellen und Websites
Ahnenblog Globonauten: Die Geschichte der Familie Lewin. URL: https://ahnenblog.globonauten.de/der-traum-vom-kibbutz-familie-lewin-aus-schivelbein/ (abgerufen am 16. September 2026).
Ahnenblog Globonauten: Die Geschichte der Familie Ellenberg. URL: https://ahnenblog.globonauten.de/der-ruin-der-familie-ellenberg/ (abgerufen am 16. September 2026).
Forward: The other Kindertransport, 19. Dezember 2012. URL: https://forward.com/culture/167599/the-other-kindertransport (abgerufen am 16. September 2026).
Goethe-Institut Tschechien: Judita Matyášová, „Wie die Dänen während des Kriegs tschechische jüdische Kinder retteten“. URL: https://www.goethe.de/ins/cz/de/kul/mag/21754948.html (abgerufen am 16. September 2026).
Sørensen, Anne: Jødiske flygtningebørn i Danmark, 1939–1945, 25. März 2025. URL: https://danmarkshistorien.lex.dk/J%C3%B8diske_flygtningeb%C3%B8rn_i_Danmark,_1939-1945 (abgerufen am 23. September 2026).
Bücher und Herausgeberwerke
Degen, Michael: Mein heiliges Land: Auf der Suche nach meinem verlorenen Bruder. Berlin 2007.
Glück, Emil; Diamond, Judith; Glick, Yaël: Hachshara and Youth Aliyah in Sweden 1933–1948. London 2016.
Maier-Wolthausen, Clemens: Eine unmögliche Reise. Ein Brief der Kinder- und Jugendalija in Schweden von 1940. In: Medaon, Ausgabe 8 (2014), S. 14.
Michaeli, Hana; Klönne, Irmgard (Hrsg.): Gut Winkel – die schützende Insel. Berlin 2007.
Weigert, Chava: „Mein Bruder Siegbert Lewinsohn“. Kibbutz Shoval 2001.
Zeitschriften- und Kongressbeiträge (inkl. JSTOR)
Kodesh, Sara: Youth Aliya Policies and the Rescue of Jewish Children from Europe 1939–1942. In: Proceedings of the World Congress of Jewish Studies / דברי הקונגרס העולמי למדעי היהדות, Vol. 12 (תשנ״ז / 1997), Division E: Contemporary Jewish Society / החברה היהודית בת-זמננו, S. 95*–103*. URL: http://www.jstor.org/stable/23535811 (abgerufen am 15. September 2026).
Zeitungs- und Zeitschriftenjahrgänge
Jul i Thy, 68. Jg. 1998, hrsg. von Jørgen Miltersen, Thisted.
Archivalische Quellen und Listen
Einwanderungslisten Palästina vom 24. Dezember 1940, Israel Archives
Einwanderungsliste Palästina vom März 1941, Yad Vashem.
Mandat zur Einbürgerung in Palästina, 1937–1947, Israel Archives.
