<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Mühlengeschichte Archive - Ahnenblog</title>
	<atom:link href="https://ahnenblog.globonauten.de/tag/muehlengeschichte/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://ahnenblog.globonauten.de/tag/muehlengeschichte/</link>
	<description>Geschichten, Tipps und Tricks aus meiner Ahnenforschung</description>
	<lastBuildDate>Wed, 15 Oct 2025 08:29:14 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.8.3</generator>
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">190246052</site>	<item>
		<title>Der jüdische Mühlenbesitzer von Schivelbein</title>
		<link>https://ahnenblog.globonauten.de/der-juedische-muehlenbesitzer-von-schivelbein/</link>
					<comments>https://ahnenblog.globonauten.de/der-juedische-muehlenbesitzer-von-schivelbein/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Aug 2023 06:29:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familiengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Jüdische Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ortsgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mühlengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Pommern]]></category>
		<category><![CDATA[Schivelbein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ahnenblog.globonauten.de/?p=1505</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Geschichte von Max Salomon, dem Besitzer der Schlossmühle in Schivelbein</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ahnenblog.globonauten.de/der-juedische-muehlenbesitzer-von-schivelbein/">Der jüdische Mühlenbesitzer von Schivelbein</a> erschien zuerst auf <a href="https://ahnenblog.globonauten.de">Ahnenblog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der alte Mann spazierte die Mühlenstraße hinunter, entlang des Schivelbeiner Schlosses, erstaunlich festen Schrittes für einen fast 80-jährigen. Ein frostiger Januarnachmittag und der Wind machte es noch kälter. Er hatte sich Zeit gelassen, nach dem Synagogenbesuch, hatte ausführlich die Glückwünsche der Gemeindemitglieder zu seinem Geburtstag entgegengenommen. Der Rest des Tages würde jetzt aber der Familie gehören, das stand fest, auch wenn viele andere heute mit ihm feiern wollten. Die würden warten müssen. Der 8. Januar 1932 war ein Freitag, Schabbat, und bald würden sie rund um den großen Esstisch im warmen Wohnzimmer der Villa sitzen. Menschen eilten in der Winterkälte an ihm vorbei. Wenn sie ihn erkannten, zogen die Männer kurz ihren Hut. &#8222;Guten Abend, Herr Mühlenbesitzer&#8220;, grüßten sie. Max Salomon musste lächeln. Vor fast zwanzig Jahren hatte er den Betrieb seinem Sohn überschrieben, aber der Mühlenbesitzer würde wohl immer er bleiben. </p>



<p>Der Tisch in der Villa Salomon neben der Schlossmühle war festlich gedeckt. Elf Stühle drängten sich um die Festtafel und seine Tochter Käthe begrüßte ihn mit den Worten &#8222;Komm schnell, Vater, die Sonne wird bald untergehen.&#8220; Die Schabbat-Kerzen würde heute Abend sein Bruder Philipp anzünden, der aus Berlin angereist war. Der Kiddusch, der traditionelle Segen, würde dann aber Max Salomon vorbehalten sein.</p>



<p>Lange saßen sie an diesem Abend am Tisch, fröhlich plaudernd und voll des Lobes über das gute Essen. Max Salomons Blick machte die Runde: sein Bruder Philipp, der Herr Justizrat, mit 64 Jahren ja fast noch ein Jungspund. Max Salomons Ältester Kurt, der wahre Mühlenbesitzer, mit seiner Frau Lucie und den Kindern Margot und Heinz. Sein jüngerer Sohn Paul, der Rechtsanwalt aus Berlin, um den er während dessen Kriegsgefangenschaft in Frankreich so sehr gebangt hatte. Und Max&#8216; Jüngste, Käthe mit Mann und Töchtern. Was hatte sie mit dem Arzt Dr. Siegbert Meyersohn doch für eine gute Partie gemacht. Ihre Älteste Lisa, die in die Fußstapfen des Vaters treten wollte mit ihrem Wunsch, einmal Medizin zu studieren. Blitzgescheit, seine beiden großen Enkelinnen. Margot und Lisa würden dieses Jahr ihr Abitur machen. Wohin wohl der Weg für Lisas kleine Schwester Eva gehen würde? Sie war erst elf und kicherte mit ihrem 15-jährigen Cousin Heinz am Ende des Tisches. Max Salomon lehnte sich in seinem Stuhl zurück und blickte auf das Bild seiner Frau auf der dunklen Anrichte neben ihm. Aus unseren Kindern ist etwas geworden, Therese, das hätte Dich gefreut.</p>



<p>Das letzte große Familienfest in diesem Kreis. Nur zwei Monate später starb Max Salomon mit 79 Jahren in Schivelbein.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/image.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="711" height="1024" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/image-711x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-1554" style="width:356px;height:512px" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/image-711x1024.jpeg 711w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/image-208x300.jpeg 208w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/image-768x1106.jpeg 768w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/image-1067x1536.jpeg 1067w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/image-1422x2048.jpeg 1422w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/image.jpeg 1478w" sizes="(max-width: 711px) 100vw, 711px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Max Salomon<br>Israelitisches Familienblatt 5. Januar 1928 </figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Vom Ledermachen zum Lederhandel: Pollnow und Landsberg an der Warthe</h2>



<p>Als Max Salomon am 8. Januar 1853 in Pollnow, Kreis Schlawe in Hinterpommern geboren wurde<sup class="modern-footnotes-footnote ">1</sup>, lebten hier gerade einmal 71 Juden und die Wahrscheinlichkeit, dass einer von ihnen den Nachnamen Salomon trug, war hoch. Schon Max&#8216; Vater Nathan war in Pollnow geboren worden. Die Salomons verstanden sich auf das Gerben von Leder. Max&#8216; Großvater Philipp war Lohgerber gewesen, sein Urgroßvater Isaak Weißgerber und ein anderer Isaak Salomon &#8211; wahrscheinlich Philipps Bruder &#8211; hatte 1831 die Anlegung einer weiteren Weißgerberei in Pollnow beantragt.<a href="https://www.szukajwarchiwach.gov.pl/de/jednostka/-/jednostka/9811330" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><sup class="modern-footnotes-footnote ">2</sup> </a>Während die Lohgerber für die robusten Leder zuständig waren, aus denen man strapazierfähige Sättel oder Schuhsohlen herstellen konnte, kümmerten sich die Weißgerber um die feinen Leder, wie sie für Handschuhe gebraucht wurden. Etwas hatten beide Verfahren aber gemein: sie brauchten viel Wasser, sie waren ungesund und sie rochen nicht gut. Beliebte Nachbarn waren Gerber in keinem Fall. </p>



<p>Nathan Salomon wollte für seine Familie mehr, keine langen Arbeitstage in Feuchtigkeit und Gestank. Experte in Sachen Leder war er, Zeit also, sich aus der Gerberei zurückzuziehen und auf den Handel mit den Tierhäuten zu konzentrieren. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Lohgerber_1880.jpg"><img decoding="async" width="892" height="787" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Lohgerber_1880.jpg" alt="" class="wp-image-1507" style="width:669px;height:590px" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Lohgerber_1880.jpg 892w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Lohgerber_1880-300x265.jpg 300w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Lohgerber_1880-768x678.jpg 768w" sizes="(max-width: 892px) 100vw, 892px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Lohgerber 1880<br>Anonymous artist, <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lohgerber_1880.jpg" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Lohgerber 1880</a>, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Template:PD-old" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Wikimedia Commons</a></figcaption></figure></div>


<p>Max Salomon war das erste von fünf Kindern von Nathan Salomon und seiner Frau Marie Treuherz Rosenbaum. Marie stammte aus Crossen an der Oder &#8211; mit mehr als 6000 Einwohnern im Vergleich zu den gerade mal 1400 Menschen in Pollnow fast eine richtige Stadt. Pollnow hatte nicht einmal eine Synagoge und kaum potentielle Kunden, um einen florierenden Lederhandel aufzubauen. Und blühen musste das neue Geschäft, denn die Familie war gewachsen. Auf Max folgten vier Schwestern, Anna, Pauline, Elise und Martha.</p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Stammbaum Max Salomon</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Stammbaum-Max-salomon-3.jpg"><img decoding="async" width="1231" height="550" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Stammbaum-Max-salomon-3.jpg" alt="" class="wp-image-2719" style="object-fit:cover" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Stammbaum-Max-salomon-3.jpg 1231w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Stammbaum-Max-salomon-3-300x134.jpg 300w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Stammbaum-Max-salomon-3-1024x458.jpg 1024w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Stammbaum-Max-salomon-3-768x343.jpg 768w" sizes="(max-width: 1231px) 100vw, 1231px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">eigene Graphik</figcaption></figure>



<p class="has-text-align-center"></p>



<p>Je größer die Familie wurde, desto stärker der Wunsch, einen Neustart in der Stadt zu versuchen. Spätestens 1867 war es soweit. Die Familie Salomon kehrte der Lederherstellung in Pollnow den Rücken und ließ sich in Landsberg an der Warthe nieder. In zentraler Lage in der Richtstraße 38<sup class="modern-footnotes-footnote ">3</sup> eröffneten die Eltern Nathan und Marie ein Lederwarengeschäft. Mit der Geburt von Sohn Philipp, dem sechsten Kind, war die Familie komplett.</p>



<figure class="wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex">
<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/image.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="409" data-id="1509" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/image.png" alt="" class="wp-image-1509" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/image.png 640w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/image-300x192.png 300w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption"><meta http-equiv="content-type" content="text/html; charset=utf-8">Quelle: Stiftung Brandenburg Fürstenwalde, PK002329</figcaption></figure>
</figure>



<p>Nathan und Marie Salomon war der Aufstieg gelungen, sie hatten die pommersche Provinz und das körperlich fordernde Handwerk hinter sich gelassen und für ihre Kinder wollten sie noch mehr. Sie setzten auf Bildung &#8211; zumindest die Söhne sollten eine gute Schule besuchen. Max Salomon ging auf das Realgymnasium in Landsberg, ein guter Schüler, der für seine Leistungen in der Obertertia eine Prämie erhielt.<sup class="modern-footnotes-footnote ">4</sup> 1870 verließ er die Schule mit der Obersekundareife.<sup class="modern-footnotes-footnote ">5</sup> Gerade rechtzeitig zum Beginn des Deutsch-Französischen Krieges. Es ist unwahrscheinlich, dass Max Salomon in den Krieg ziehen musste.<sup class="modern-footnotes-footnote ">6</sup> Wie und wo er eine Berufsausbildung erhielt, ist nicht überliefert. Aber klar ist: Max wurde Kaufmann wie sein Vater. Interesse an der elterlichen Lederhandlung in Landsberg hatte er allerdings nicht. Als ältester Sohn wäre er sicherlich ein idealer Kandidat für die Übernahme des Geschäfts gewesen. Das überließ er aber Hugo Noack, dem Mann seiner Schwester Pauline, der den Laden viele Jahre erfolgreich führen würde. Vielleicht war ihm Landsberg zu geschäftig, vielleicht vermisste er das Pommern seiner Kindheit, vielleicht gab es einen ganz anderen Grund. Jedenfalls stieg Max Salomon in den Handel mit Getreide- und Handelssämereien ein, in einer Kleinstadt etwa 140 Kilometer nördlich von Landsberg und keine hundert Kilometer westlich von Pollnow entfernt: in Schivelbein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der Mühlenbesitzer von Schivelbein</h2>



<p>Am 9. August 1879 wurde die Firma Max Salomon Schivelbein ins Handelsregister eingetragen. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Firma-Salomon.tiff"><img decoding="async" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Firma-Salomon.tiff" alt="" class="wp-image-1587"/></a><figcaption class="wp-element-caption"><a href="https://digi.bib.uni-mannheim.de/viewer/reichsanzeiger/film/036-7955/0685.jp2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger 14.08.1879</a></figcaption></figure></div>


<p>Jetzt war ein guter Zeitpunkt gekommen, eine Familie zu gründen. Mit der Kaufmannstochter Therese Edel aus Anklam hatte Max Salomon die Richtige gefunden. Am 7. März 1884 kam ihr erster Sohn Kurt in Schivelbein auf die Welt.<sup class="modern-footnotes-footnote ">7</sup>  Zu dieser Zeit wurde Max Salomon als Kaufmann geführt, der zwar bereits mit Getreide handelte, aber noch keine eigene Mühle besaß. </p>



<p>Die Mühle neben dem Schloss und direkt an der Rega hatte eine über 500jährige Geschichte hinter sich, war mehrfach neu- und umgebaut worden.<sup class="modern-footnotes-footnote ">8</sup> Bis Anfang des 19. Jahrhunderts stellte die Wassermühle für die Müller fast so etwas wie eine Lebensversicherung dar, denn durch den bis 1808 geltenden Mühlenzwang waren die Schivelbeiner Bauern verpflichtet gewesen, ihr Getreide hier mahlen zu lassen. Als diese Regelung wegfiel wurde es immer schwerer, die Mühle gewinnbringend zu betreiben. Lange stand sie leer und entsprach irgendwann auch nicht mehr dem Stand der Technik. Zwischen 1813 und 1828 unternahm die &#8222;Königliche Preußische Domainen-Kammer&#8220; drei Anläufe, die Mühle zu verkaufen oder zu verpachten. Irgendwann war man erfolgreich, denn 1851 wurde das dreistöckige Produktionsgebäude errichtet, das das Mahlen wieder wirtschaftlich machte. Müller musste man schon lange nicht mehr sein, um eine Mühle zu besitzen, in Pommern galt ab 1811 Gewerbefreiheit. Doch ein kluger Kaufmann sollte man tunlichst sein, um mit dem Getreidemahlen Geld zu verdienen. Max Salomon ergriff die Chance. Mit Getreidesamen handelte er weiter, anfänglich auch mit Spiritus, dann kam ein Holzsägewerk dazu, aber das wesentliche Geschäft war die Mühle selber. Mittlerweile war sein zweiter Sohn Paul geboren<sup class="modern-footnotes-footnote ">9</sup> und als 1889 Tochter Käthe auf die Welt kam<sup class="modern-footnotes-footnote ">10</sup>, war er bereits stolzer Mühlenbesitzer.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Muehle-Postkarte2.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" width="884" height="584" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Muehle-Postkarte2.jpeg" alt="" class="wp-image-1564" style="width:663px;height:438px" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Muehle-Postkarte2.jpeg 884w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Muehle-Postkarte2-300x198.jpeg 300w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Muehle-Postkarte2-768x507.jpeg 768w" sizes="auto, (max-width: 884px) 100vw, 884px" /></a></figure></div>


<p>Die Salomons schickten ihre Söhne auf die höhere Schule, die es in Schivelbein damals noch nicht gab. Für Kurt und Paul ging es nicht ins nahe Belgard oder nach Köslin, sondern sie besuchten wie schon ihr Vater das Königliche Gymnasium in Landsberg an der Warthe.<sup class="modern-footnotes-footnote ">11</sup> Wohnen konnten sie sicherlich bei den Großeltern, Onkel oder Tanten. Aber heim nach Schivelbein ging es wahrscheinlich nur in den Ferien. Vielleicht auch ein Zeichen dafür, dass sich privat ein Schatten über die Familie Salomon gelegt hatte. Therese Salomon musste den Kampf mit Dämonen aufnehmen, dem sie nicht gewachsen war. Im Alter von nur 46 Jahren starb sie 1906 in der Heilanstalt Bergquell-Frauendorf bei Stettin<sup class="modern-footnotes-footnote ">12</sup>, einem privaten Krankenhaus für psychisch Kranke.<sup class="modern-footnotes-footnote ">13</sup></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Traueranzeige-Therese-Edel.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="468" height="452" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Traueranzeige-Therese-Edel.png" alt="" class="wp-image-1576" style="width:234px;height:226px" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Traueranzeige-Therese-Edel.png 468w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Traueranzeige-Therese-Edel-300x290.png 300w" sizes="auto, (max-width: 468px) 100vw, 468px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung 28.04.1906</figcaption></figure></div>


<p>Max Salomon, damals 53 Jahre alt und jetzt allein mit drei Kindern, heiratete nicht wieder. Sein Weg der Verarbeitung schien darin zu bestehen, sich in die Arbeit zu stürzen.</p>



<p>Das Mühlengeschäft lief gut und sicherte den Lebensunterhalt nicht nur der Salomons, sondern auch anderer Menschen. Müller und Arbeiter für den Mühlbetrieb, kaufmännische Angestellte, ein Lehrling im Kontor. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Lehrling.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="546" height="278" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Lehrling.png" alt="" class="wp-image-1619" style="width:273px;height:139px" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Lehrling.png 546w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Lehrling-300x153.png 300w" sizes="auto, (max-width: 546px) 100vw, 546px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung 18.09.1904</figcaption></figure></div>


<p>Und ein Pferde- und Fuhrknecht. Richard Dobke aus Nelep hatte klare Grundsätze, von denen er nicht abwich. Als überzeugter Sozialdemokrat, Christ und Pazifist war er den überwiegend deutschnational eingestellten Gutsbesitzern suspekt. So einen holte man sich nicht auf den Hof. Glück für Max Salomon und ganz Schivelbein &#8211; Richard Dobke bekam nicht nur die Zugpferde ohne jeden Peitschenschlag in den Griff, sondern hatte auch eine guten Überblick über die Bauernhöfe der Umgebung. Bei ihnen holte er das Getreide für die Mühle, lieferte Mehl und sorgte dafür, dass die Knechte nach getaner Arbeit den Weg auf den Hof zurückfanden. Er hatte ein Auge auf die durstigen Männer, die an ihrem freien Abend nach Schivelbein kamen, rauf- und trinklustig. Richard Dobke war so etwas wie ein Hilfspolizist &#8211; erst schlichtete er den Streit, dann wies er den orientierungslosen Betrunkenen und ihren Pferden den richtigen Weg nach Hause.<sup class="modern-footnotes-footnote ">14</sup></p>



<p>Zur Mühle gehörte eine Landwirtschaft, 30 Kühe, Ackerpferde, Hühner, Schweine, Enten und Gänse, Gemüse- und Blumengärten, Roggen-, Hafer- und Kartoffelfelder.<sup class="modern-footnotes-footnote ">15</sup> Auch hierfür brauchte es fleißige Hände.</p>



<p>Gutes Personal und gute Geschäfte: Max Salomon konnte anbauen. 1912 entstand auf dem Mühlengelände die &#8222;Villa Salomon&#8220;, sein Wohnhaus mit der charakteristischen Figur der Demeter, der griechischen Göttin der Fruchtbarkeit. Auch eine weitere Villa direkt neben der Mühle wurde gebaut, in die später Tochter Käthe mit ihrer Familie einziehen sollte. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_4670.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="640" height="640" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_4670.jpg" alt="" class="wp-image-1573" style="width:480px;height:480px" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_4670.jpg 640w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_4670-300x300.jpg 300w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_4670-150x150.jpg 150w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_4670-600x600.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Villa Salomon in Świdwin (eigene Bilder)</figcaption></figure></div>


<p>Mit 60 Jahren beschloss Max Salomon, den Betrieb in jüngere Hände zu legen: im Januar 1913 übertrug er die Firma seinem Sohn Kurt, der mittlerweile Kaufmann war. </p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow"><div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Reichsanzeiger-11.02.1913.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="221" height="104" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Reichsanzeiger-11.02.1913.jpg" alt="" class="wp-image-1520"/></a></figure></div></div>



<div class="wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<p class="has-text-align-left"><a href="https://digi.bib.uni-mannheim.de/viewer/reichsanzeiger/film/129-9535/0180.jp2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">5. Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger, Zentral Handelsregister für das Deutsche Reich 11.02.1913</a></p>
</div>
</div>



<p>Die wirtschaftliche Lage wurde schwieriger. Mit Kriegsbeginn 1914 setzte die Inflation ein, die 1923 ihren Höhepunkt fand. Kurt Salomon versuchte sich 1922 noch an einer Zweigniederlassung in Berlin, die aber nur zwei Jahre Bestand haben sollte. Die Weltwirtschaftskrise gab dem Unternehmen wie so vielen anderen in Deutschland den Rest. 1932 musste Kurt Salomon Konkurs anmelden. Am 20. Dezember 1935 erlosch die Firma Max Salomon Schivelbein.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Berliner-Handelsregister-1924.tiff"><img decoding="async" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Berliner-Handelsregister-1924.tiff" alt="" class="wp-image-1601"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Berliner Handelsregister 1924</figcaption></figure></div>

<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4730.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="541" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4730-1024x541.jpg" alt="" class="wp-image-1609" style="width:512px;height:271px" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4730-1024x541.jpg 1024w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4730-300x158.jpg 300w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4730-768x406.jpg 768w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_4730.jpg 1280w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Meldungen im Reichsanzeiger</figcaption></figure></div>


<p>Zur schwierigen Wirtschaftslage kamen jetzt auch politische Probleme hinzu. Alfred Roth, ein radikaler Antisemit, veröffentlichte nach dem 1. Weltkrieg unter dem Pseudonym Otto Armin ein klassisches Werk der Dolchstoßlegende. In &#8222;Die Juden in den Kriegs-Gesellschaften und in der Kriegs-Wirtschaft&#8220; beschuldigte er die Firma Salomon, während des Krieges den Feind mit Getreide beliefert zu haben. Deutsche Kriegsgefangene hätten 1918 in Dünkirchen Hafersäcke verladen müssen, auf denen &#8222;Salomon Schivelbein&#8220; gestanden habe.<sup class="modern-footnotes-footnote ">16</sup> 1940 hetzte sogar &#8222;Der Stürmer&#8220; mit dieser Geschichte. Ein Beweis, etwa ein Bericht einer seriösen Zeitung oder gar eine gerichtliche Klärung, ist nicht bekannt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Der-Stuermer-nur-Text.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="90" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Der-Stuermer-nur-Text-1024x90.png" alt="" class="wp-image-1578" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Der-Stuermer-nur-Text-1024x90.png 1024w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Der-Stuermer-nur-Text-300x26.png 300w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Der-Stuermer-nur-Text-768x67.png 768w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Der-Stuermer-nur-Text-1536x135.png 1536w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Der-Stuermer-nur-Text.png 1686w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">&#8222;Der Stürmer&#8220; 27.06.1940</figcaption></figure></div>


<p>Wahrscheinlich ein kluger Schachzug von Max Salomon, sich in diesen schwierigen Zeiten aus der Firma herauszuziehen. Zu tun hatte er trotzdem genug. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Seele der jüdischen Gemeinde</h2>



<p>Die jüdische Gemeinde der Stadt lag den Salomons schon lange am Herzen. Seit 1888 hatte sich Max Salomon hier engagiert. Erst war er für den Wohltätigkeits-, dann für den Beerdigungs- und später für den Geselligkeitsverein zuständig. Auch seine Frau Therese war mit dabei &#8211; fünf Jahre lang, von 1892 bis 1897 leitete sie den Israelitischen Frauenverein. 1899 stieg Max Salomon in den Vorstand der Synagogengemeinde auf, ein Amt, das er bis zu seinem Tod innehaben sollte.<sup class="modern-footnotes-footnote ">17</sup> </p>



<p>Mit Siegmund Saul hatte Max Salomon über viele Jahre einen erfahrenen Lehrer, Prediger und Kantor an seiner Seite.<sup class="modern-footnotes-footnote ">18</sup> Als Synagogendiener fungierte ein Mann, auf den sich die Salomons auch beim Betrieb der Mühle verlassen konnten: Richard Dobke, der Pferde- und Fuhrknecht. Er kümmerte sich nicht nur um das Gotteshaus, sondern half auch beim Schächten und bei Beerdigungen. Hier brauchte es einen erfahrenen Kutscher, der den Sarg auf den außerhalb von Schivelbein gelegenen jüdischen Friedhof transportierte. Keine leichte Aufgabe, die Pferde waren nervös, denn sie witterten den Leichengeruch. Sozialdemokrat und Unterstützer der jüdischen Gemeinde &#8211; ohne einen guten Freund bei der örtlichen Polizei wäre es ab 1933 sehr schwer geworden für Richard Dobke.<sup class="modern-footnotes-footnote ">19</sup></p>



<p>Max Salomon war auch hier auf seine Mitarbeiter angewiesen, denn Probleme gab es genug. Ärgerliche, aber überwindbare wie der Einbruch in die Synagoge im Oktober 1910, bei dem &#8222;Silbergeräte für etwa 1000 Mark&#8220; gestohlen wurden.<sup class="modern-footnotes-footnote ">20</sup> Eine weitaus größere Tragik war, dass die jüdische Gemeinde Schivelbeins im Ersten Weltkrieg sieben gefallene Mitglieder zu betrauern hatte.<sup class="modern-footnotes-footnote ">21</sup> Die größte Sorge dürfte Max Salomon aber das Schrumpfen der Gemeinde bereitet haben. Lebten in Schivelbein zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch 400 Jüdinnen und Juden, waren es  1932 gerade noch 155.<sup class="modern-footnotes-footnote ">22</sup> Dieser Trend betraf nicht nur Schivelbein, sondern alle jüdischen Gemeinden in Pommern. Die Sogkraft des nahen Berlins, aber auch die antijüdischen Ausschreitungen Anfang der 1880er-Jahre sorgten für die Abwanderung der jüdischen Bevölkerung aus den ländlichen Gebieten Pommerns. </p>



<p>Das Engagement von Max Salomon für die jüdische Sache machte an den Grenzen der Stadt nicht halt. Er vertrat die Interessen der Schivelbeiner Gemeinde im Deutsch-Israelitischen Gemeindebund, er war Vorsitzender der Ortsgruppe des &#8222;Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens&#8220;,<sup class="modern-footnotes-footnote ">23</sup>  Mitglied im Kuratorium für die Fürsorgeerziehung des Deutsch-Israelitischen Gemeindebundes<sup class="modern-footnotes-footnote ">24</sup> und als Vertreter der Schivelbeiner Mitglieder im ESRA &#8211;  dem Verein zur Unterstützung ackerbautreibender Juden in Palästina und Syrien<sup class="modern-footnotes-footnote ">25</sup> &#8211; glaubte er an die zionistische Idee. </p>



<h2 class="wp-block-heading">In der Mitte der Schivelbeiner Gesellschaft</h2>



<p>Max Salomon genoss hohes Ansehen auch unabhängig von seiner Religion, in der Stadt und über die Grenzen Schivelbeins hinaus. Als Mitglied der Handelskammer in Köslin vertrat er die Interessen der Schivelbeiner Kaufleute von 1904 bis 1913. <sup class="modern-footnotes-footnote ">26</sup> In wirtschaftlich schweren Zeiten war er ein gefragter Berater in Konkursverfahren, die viele Schivelbeiner Betriebe trafen.</p>



<div class="wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex">
<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow"><div class="wp-block-image">
<figure class="alignright size-full"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Aufsicht2-1.tiff"><img decoding="async" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Aufsicht2-1.tiff" alt="" class="wp-image-1586"/></a><figcaption class="wp-element-caption">Deutscher Reichsanzeiger 1925</figcaption></figure></div></div>



<div class="wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow">
<figure class="wp-block-image size-full is-resized"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Salomon-Aufsicht.tiff"><img decoding="async" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Salomon-Aufsicht.tiff" alt="" class="wp-image-1585" style="width:215px;height:159px"/></a></figure>
</div>
</div>



<p>Aber sein größter Erfolg dürfte die Wahl in den Kreistag 1903 gewesen sein. Stolz verkündete der Gemeindebote, die Beilage zur Allgemeinen Zeitung des Judentums, am 30.10.1903, dass Max Salomon als zweiter Jude unter acht Abgeordneten künftig dem Kreistag von Schivelbein angehören würde.<sup class="modern-footnotes-footnote ">27</sup> Wichtige Entscheidungen für Stadt und Kreis standen in den folgenden Jahren an. Die Bewilligung eines Zuschusses von 3000 Mark im Frühjahr 1910 für die Errichtung eines Bismarckturms war ein Beschluss, der bis heute sichtbare Spuren hinterlassen hat.<sup class="modern-footnotes-footnote ">28</sup> </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_8377.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_8377.jpg" alt="" class="wp-image-1559" style="width:360px;height:480px" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_8377.jpg 480w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_8377-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Der Bismarckturm in Świdwin (eigenes Bild)</figcaption></figure></div>


<p>Erfolglos versuchte sich der Kreistag gegen seine eigene Abschaffung zur Wehr zu setzen. Viele Jahre stemmten sich Verwaltung und Bevölkerung gegen die Auflösung des Kreises Schivelbein.<sup class="modern-footnotes-footnote ">29</sup> Am 1. Oktober 1932 war es dann trotzdem so weit: der Kreis Schivelbein war Geschichte und die Stadt mit den umliegenden Gemeinden gehörten künftig zum Landkreis Belgard. </p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Ende der Familie Salomon in Schivelbein</h2>



<p>Hätte Max Salomon nur elf Jahre länger gelebt, wäre er also 90 Jahre alt geworden, dann hätte sein Geburtstag am 8. Januar 1943 in einer anderen Welt stattgefunden. Zu dieser Zeit hätte ihm die Villa Salomon nicht mehr gehört, er wäre aus Schivelbein verjagt gewesen und hätte &#8211; mit großem Glück &#8211; vermutlich in Berlin in einem engen Zimmer einer überbelegten Wohnung gelebt. An seinem Geburtstagstisch hätten nur noch Enkelin Lisa gesessen, spät am Abend, wenn sie sich im Schutze der Dunkelheit aus ihrem Versteck im jüdischen Krankenhaus hätte stehlen können, und Sohn Paul. Dieser wäre erschöpft von einem langen Tag der Zwangsarbeit zurückgekehrt, ausgemergelt und voller Angst vor der bevorstehenden Deportation. Vielleicht hätte ein Brief oder gar ein Paket aus dem fernen Brasilien auf dem Tisch gelegen. Das Wissen, dass Kurt, Lucie, Margot und Heinz in Rio de Janeiro in Sicherheit waren, wäre ein winziger Lichtblick an diesem traurigen Abend gewesen. Max Salomons Bruder Philipp war tot und alle anderen, seine Tochter Käthe, sein Schwiegersohn Siegbert und seine Enkelin Eva waren nach Auschwitz deportiert und ermordet worden. </p>



<p class="has-text-align-center"><strong>Familie Max und Therese Salomon</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Stammbaum-der-Familie-Salomon.numbers.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="504" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Stammbaum-der-Familie-Salomon.numbers-e1691068426616-1024x504.jpg" alt="" class="wp-image-1615" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Stammbaum-der-Familie-Salomon.numbers-e1691068426616-1024x504.jpg 1024w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Stammbaum-der-Familie-Salomon.numbers-e1691068426616-300x148.jpg 300w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Stammbaum-der-Familie-Salomon.numbers-e1691068426616-768x378.jpg 768w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Stammbaum-der-Familie-Salomon.numbers-e1691068426616-1536x756.jpg 1536w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Stammbaum-der-Familie-Salomon.numbers-e1691068426616.jpg 1683w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">eigene Grafik</figcaption></figure>



<h2 class="wp-block-heading">Kurt Salomon</h2>



<p>Kurt Salomon schaffte es, mit seiner Familie Deutschland rechtzeitig zu verlassen. In Rio de Janeiro bauten sie sich ein neues Leben auf. </p>



<p>Kurt Salomon hatte 1912 Lucie Dobrin geheiratet, die aus einer angesehenen Kaufmannsfamilie aus Freienwalde stammte.<sup class="modern-footnotes-footnote ">30</sup> 1914 kam ihre Tochter Margot Alice in Schivelbein zur Welt,<sup class="modern-footnotes-footnote ">31</sup>1916 in Berlin der Sohn Heinz.<sup class="modern-footnotes-footnote ">32</sup> Margot machte 1933 gemeinsam mit ihrer Cousine Lisa Meyersohn das Abitur am Rudolf-Virchow-Realgymnasium Schivelbein. Sie heiratete in Brasilien den Juristen Erich Guggenheim, der aus Worms stammte.<sup class="modern-footnotes-footnote ">33</sup> Den Kontakt nach Worms hielt das Ehepaar zeitlebens aufrecht und besuchte die Nibelungenstadt mehrmals nach dem Krieg. Margots Bruder Heinz Salomon heiratete in Brasilien Sarah Naslauski, eine Tochter moldawischer Einwanderer. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_4669-1024x768.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_4669-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-1557" style="width:512px;height:384px" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_4669-1024x768.jpg 1024w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_4669-300x225.jpg 300w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_4669-768x576.jpg 768w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_4669.jpg 1034w" sizes="auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Margot Salomon (Mitte) 1933 auf dem Bild der Abiturklasse 1933, unten rechts: Lisa Meyersohn</figcaption></figure></div>


<p>Kurt Salomons Frau Lucie Dobrin starb mit 100 Jahren in Rio de Janeiro. </p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/06.02.1992-Jornal-do-Brasil.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="590" height="164" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/06.02.1992-Jornal-do-Brasil.png" alt="" class="wp-image-1622" style="width:443px;height:123px" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/06.02.1992-Jornal-do-Brasil.png 590w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/06.02.1992-Jornal-do-Brasil-300x83.png 300w" sizes="auto, (max-width: 590px) 100vw, 590px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Jornal do Brasil 06.02.1992</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Paul Salomon</h2>



<p>Paul Salomon wurde am 2. März 1943 nach Auschwitz deportiert.<sup class="modern-footnotes-footnote ">34</sup> Sein genauer Todeszeitpunkt konnte nie ermittelt werden. Zuvor hatte der ehemals erfolgreiche Anwalt in Berlin Zwangsarbeit leisten müssen, zuletzt bei den märkischen Kabelwerken.<sup class="modern-footnotes-footnote ">35</sup></p>



<p>Paul Salomon hatte während seiner Schulzeit in Landsberg an der Warthe in seinem Onkel Philipp ein &#8222;role model&#8220; gefunden. Der jüngste Bruder von Max Salomon hatte ebenfalls am Gymnasium in Landsberg Abitur gemacht und als erstes Mitglied der Familie studiert. Er schloss das Studium der Rechtswissenschaften in Berlin am 28. Mai 1888 ab, promovierte dort 1889 und ließ sich später im Stadtteil Tiergarten als Rechtsanwalt und Notar nieder. 1912 wurde ihm der Ehrentitel Justizrat verliehen.<sup class="modern-footnotes-footnote ">36</sup> Paul Salomon trat in die Fußstapfen seines Onkels, studierte ebenfalls Jura und wurde später in dessen Kanzlei in der Lützowstraße 67 in Berlin als Rechtsanwalt aufgenommen. Nach seinem Studium kämpfte er für Deutschland im Ersten Weltkrieg. Als Offizier nahm er ab August 1914 an mehreren Schlachten in Frankreich teil, geriet bei der Schlacht an der Somme im Juni 1916 in Kriegsgefangenschaft und wurde bis Kriegsende in Toulouse interniert.<sup class="modern-footnotes-footnote ">37</sup> Für seinen Einsatz wurde er mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet.<sup class="modern-footnotes-footnote ">38</sup> Nach dem Ersten Weltkrieg arbeitete Paul gemeinsam mit seinem Onkel als Rechtsanwalt und Notar. Ende 1935 wurde ihm das Notariat entzogen, 1938 folgte dann das Berufsverbot.<sup class="modern-footnotes-footnote ">39</sup></p>



<h2 class="wp-block-heading">Käthe Salomon</h2>



<p>Käthe, Siegbert und Eva Meyersohn wurden am 14.12.1942 nach Auschwitz deportiert. Der genaue Todeszeitpunkt ist unbekannt. </p>



<p>Käthe Salomon hatte 1913 den Arzt Dr. Siegbert Meyersohn geheiratet, der im Haus neben der Mühle seine Arztpraxis eröffnete. Die gemeinsamen Töchter Lisa und Eva wuchsen in unmittelbarer Nachbarschaft zum Großvater auf. Für Max Salomon war der Schwiegersohn ein Glücksfall &#8211; er würde ihm als Vorsitzender der Synagogengemeinde nachfolgen. Lisa Meyersohn hatte wegen ihrer jüdischen Abstammung nicht studieren können, sondern im jüdischen Krankenhaus in Berlin eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht. Dort überlebte sie die Verfolgung durch die Nationalsozialisten und wanderte nach dem Krieg nach Brasilien zur Familie ihres Onkels Kurt aus. Sie starb 2001 in Rio de Janeiro. Zur Geschichte der Familie Meyersohn mehr unter <a href="https://ahnenblog.globonauten.de/der-juedische-arzt-von-schivelbein/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der jüdische Arzt von Schivelbein.</a></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/image-2.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="614" height="481" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/image-2.png" alt="" class="wp-image-1550" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/image-2.png 614w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/image-2-300x235.png 300w" sizes="auto, (max-width: 614px) 100vw, 614px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Käthe, Siegbert, Lisa und Eva Meyersohn (privates Bild)</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Die Mühle in Świdwin</h2>



<p>Das dreistöckige Mühlengebäude aus Backstein und die Villa Salomon haben den Krieg überstanden. Die alten Gebäude säumen noch heute die frühere Mühlenstraße Niedziałkowskiego am Beginn der Świdwiner Innenstadt gegenüber dem Schloss. Die Rega, die damals das große Mühlenrad antrieb, plätschert weiterhin am Mühlenareal entlang. Einige Jahre führte der 1946 verstaatlichte Betrieb ein Schattendasein, aber ganz aktuell wurde dem Gebäude neues Leben eingehaucht: das Haus ist restauriert, ein stimmungsvolles <a href="http://Restaurantka-jo.pl/de/">Restaurant</a><sup class="modern-footnotes-footnote ">40</sup></a>ist entstanden mit Tischen, um die sich heute polnische Familien versammeln. Max Salomon hätte das bestimmt gefallen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_8555.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="480" height="640" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_8555.jpg" alt="" class="wp-image-1571" style="width:360px;height:480px" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_8555.jpg 480w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/IMG_8555-225x300.jpg 225w" sizes="auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Die Schlossmühle heute (eigenes Bild)</figcaption></figure></div>


<h2 class="wp-block-heading">Fast ein Nachwort &#8211; Was war anders an uns?</h2>



<p>Margot Guggenheim, geb. Salomon stand viele Jahre in Briefkontakt mit Dr. Karl Schlösser aus Worms. Am 13. Juli 1989 fragte sie ihn in einem ihrer vielen Briefe: &#8222;Worin besteht das typisch Jüdische? Warum bin ich von Kindheit an von anderen Kindern angegriffen worden und habe ein Anderssein gespürt, ohne es definieren zu können? Mein Großvater hatte 2 Mühlen und Landwirtschaft, die mein Vater übernommen hatte. Wir hatten 30 Kühe, Ackerpferde, Hühner, Schweine, Enten und Gänse, wir hatten Gemüse- und Blumengärten, und wir hatten Roggen-, Hafer- und Kartoffelfelder. Und doch verkehrten meine Eltern nur mit Glaubensgenossen, obgleich wir angesehene Bürger waren. Was war anders an uns?&#8220;<sup class="modern-footnotes-footnote ">41</sup></p>



<p class="has-text-align-center"></p>
<div>1&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://metryki.genbaza.pl/genbaza,detail,253126,19" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Standesamt Schivelbein Tote, 1932/33</a></div><div>2&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;https://www.szukajwarchiwach.gov.pl/de/jednostka/-/jednostka/9811330</div><div>3&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://digi96.martin-opitz-bibliothek.de/mob/repository?method=getImage&amp;pageId=0898363160a86e1f99f4a84b63e67bb84e23fbb&amp;sessionId=c7a39ecba248c6500030377e540189c5a0532102f29" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Adressbuch von Landsberg/Warthe 1894</a></div><div>4&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10482141?page=48,49" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Programm des Gymnasiums mit Realklassen zu Landsberg an der Warthe 1869/70, S. 45</a></div><div>5&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10482141?page=56,57" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Programm des Gymnasiums mit Realklassen zu Landesberg an der Warthe 1869/70, S. 53</a></div><div>6&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Mit bestem Dank an Hans Peter Lindemann, der mich auf das &#8222;Gedenkbuch an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870-71 für die deutschen Israeliten&#8220; verwies, in dem die Landsberger Teilnehmer, nicht aber Max Salomon aufgeführt sind. Zudem sei dieser zu Kriegsbeginn zu jung gewesen.</div><div>7&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://metryki.genbaza.pl/genbaza,detail,243682,23" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Standesamt Schivelbein Geburten, 1884/042</a></div><div>8&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://ahnenblog.globonauten.de/die-schlossmuehle-in-schivelbein/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Zur Geschichte der Schlossmühle</a></div><div>9&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://metryki.genbaza.pl/genbaza,detail,243688,16" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Standesamt Schivelbein Geburten, 1887/28</a></div><div>10&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://metryki.genbaza.pl/genbaza,detail,243678,69" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Standesamt Schivelbein Geburten, 1889/134</a></div><div>11&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Festschrift zur Feier des 50jährigen Jubiläums des königlichen Gymnasiums zu Landsberg a.W., S. 155 und 156 </div><div>12&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://www.szczecin.ap.gov.pl/iCmsModuleArchPublic/details?nrap=65&amp;nrzesp=675&amp;seria=03&amp;sygnatura=35&amp;page=3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Standesamt Frauendorf Sterbefälle, 1906/057</a></div><div>13&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/item/MB5V2DSLDMB6PLBE5JYUBIWT3NWOOW3U?isThumbnailFiltered=true&amp;query=deutsche+heil+und+Pflegeanstalten+frauendorf&amp;rows=20&amp;offset=0&amp;viewType=list&amp;hitNumber=1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Deutsche Heil- und Pflegeanstalten für Psychischkranke in Wort und Bild, Halle 1910, S. 541 ff</a></div><div>14&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Quelle: Erinnerungen von Michael Harr, Enkel von Richard Dobke</div><div>15&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Brief von Margot Guggenheim an Dr. Karl Schlösser vom 13.07.1989, Stadtarchiv Worms, Abt. 170, Nr. 32</div><div>16&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/6396915" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Otto Armin: Die Juden in den Kriegs-Gesellschaften und in der Kriegs-Wirtschaft, S. 64 </a></div><div>17&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/10589688?query=salomon" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Statistische Jahrbücher des deutsch-israelitischen Gemeindebundes 1888 ff</a>.</div><div>18&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://belgard.org/orte/schivelbein/juedische-gemeinde/die-schivelbeiner-rabbiner/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://belgard.org/orte/schivelbein/juedische-gemeinde/die-schivelbeiner-rabbiner/</a></div><div>19&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Quelle: Erinnerungen von Michael Harr, Enkel von Richard Dobke</div><div>20&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/11317741?query=Salomon%20schivelbein" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Israelitisches Familienblatt 28.10.1910, S. 5</a></div><div>21&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wolfgang Wilhelmus: Geschichte der Juden in Pommern, S. 130</div><div>22&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Wolfgang Wilhelmus: Geschichte der Juden in Pommern, S. 158</div><div>23&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/2279564?query=%22Max%20Salomon%22" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Central-Verein-Zeitung, 18.01.1923, S. 19</a></div><div>24&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/9576201?query=%22Max%20Salomon%22" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/9576201?query=%22Max%20Salomon%22</a></div><div>25&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/6140340?query=%22Max%20Salomon%22" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Festschrift zum 25-jährigen Jubiläum des &#8222;ESRA&#8220;, S. 54</a></div><div>26&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="http://bibliotekacyfrowa.eu/dlibra/show-content/publication/11071/edition/7461/?format_id=1" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ostpommersche Wirtschaft März/April 1925, S. 37</a></div><div>27&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/3296871?query=%22Max%20Salomon%22%20Schivelbein">https://</a><a href="http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/3296871?query=%22Max%20Salomon%22%20Schivelbein" target="_blank" rel="noreferrer noopener">sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/pageview/3296871?query=%22Max%20Salomon%22%20Schivelbein</a></div><div>28&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://www.bismarcktuerme.net/schivelbein" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.bismarcktuerme.net/schivelbein</a></div><div>29&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/825800" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://de-academic.com/dic.nsf/dewiki/825800</a></div><div>30&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Verlobungsanzeige Berliner Tageblatt und Handels-Zeitung 29.05.1912</div><div>31&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://metryki.genbaza.pl/genbaza,detail,294356,39" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Standesamt Schivelbein Geburten, 1914/066</a></div><div>32&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Rio de Janeiro, Brasilien, Zivilregister, 1870-2012, Heiratseintrag 25.09.1943</div><div>33&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Rio de Janeiro, Brasilien, Zivilregister, 1870-2012, Heiratseintrag 05.06.1943</div><div>34&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212521" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://collections.arolsen-archives.org/de/document/127212521</a></div><div>35&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Simone Ladwig-Winters: Anwalt ohne Recht: Das Schicksal jüdischer Rechtsanwälte in Berlin nach 1933, S. 405 </div><div>36&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/ueber-den-bezirk/geschichte/stolpersteine/artikel.1146363.php" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/ueber-den-bezirk/geschichte/stolpersteine/artikel.1146363.php</a></div><div>37&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Kriegsranglisten und -stammrollen des Königreichs Bayern, I. Weltkrieg 1914 &#8211; 1918 (Bayrisches Hauptstaatsarchiv), Kriegsstammrolle 3. Kompagnie Band 1, Nr. 02617</div><div>38&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Jüdische Volkszeitung 18.12.1914</div><div>39&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Simone Ladwig-Winters: Anwalt ohne Recht: Das Schicksal jüdischer Rechtsanwälte in Berlin nach 1933, S. 405</div><div>40&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<a href="http://Restaurantka-jo.pl/de/">ka-jo.pl/de/</a><a href="https://ka-jo.pl/de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> </div><div>41&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Brief von Margot Guggenheim an Dr. Karl Schlösser vom 13.07.1989, Stadtarchiv Worms, Abt. 170, Nr. 32</div><p>Der Beitrag <a href="https://ahnenblog.globonauten.de/der-juedische-muehlenbesitzer-von-schivelbein/">Der jüdische Mühlenbesitzer von Schivelbein</a> erschien zuerst auf <a href="https://ahnenblog.globonauten.de">Ahnenblog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://ahnenblog.globonauten.de/der-juedische-muehlenbesitzer-von-schivelbein/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>8</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">1505</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Die Schlossmühle in Schivelbein</title>
		<link>https://ahnenblog.globonauten.de/die-schlossmuehle-in-schivelbein/</link>
					<comments>https://ahnenblog.globonauten.de/die-schlossmuehle-in-schivelbein/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Aug 2023 16:51:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familiengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ortsgeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Mühlengeschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Pommern]]></category>
		<category><![CDATA[Schivelbein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://ahnenblog.globonauten.de/?p=1635</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Geschichte der Schlossmühle in Schivelbein/Świdwin</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ahnenblog.globonauten.de/die-schlossmuehle-in-schivelbein/">Die Schlossmühle in Schivelbein</a> erschien zuerst auf <a href="https://ahnenblog.globonauten.de">Ahnenblog</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ganz im Westen der Stadt, neben dem Schloss und direkt an der Rega, hat Matthäus Merian d.Ä. 1652 das wahrscheinlich erste Bild einer Mühle in Schivelbein verewigt. Die Schlossmühle befand sich damals bereits seit mehr als dreihundert Jahren an dieser Stelle. Denn schon 1340 ließ Hasso von Schivelbein hier die erste Kornmühle errichten. Über Jahrhunderte befand sie sich im Eigentum von Adel und religiösen Orden.</p>



<p>Für Schivelbein und die umliegenden Dörfer hatte die Mühle eine zentrale Bedeutung: nur hier durfte das Getreide gemahlen werden. Bis 1808 waren die Bauern der Umgebung gezwungen, mit ihrem Korn in die Schlossmühle zu kommen und es hier zu Mehl vermahlen zu lassen. Den Lohn für den Müller zahlten sie in Naturalien: ein Teil des Mehles musste hier bleiben. Wer gegen den „Mühlenzwang“ verstieß, wurde bestraft. Ein einträgliches und garantiertes Geschäft für die Müller, besonders aber für die Besitzer der Mühle.&nbsp;1808 wurde der Mühlenzwang abgeschafft und nur drei Jahre später fiel auch die Macht der Zünfte. Ab 1811 galt in Pommern Gewerbefreiheit und jetzt konnte praktisch jeder &#8211; Müller oder nicht &#8211; Mühlenbesitzer werden.&nbsp;</p>



<p>Zu dieser Zeit war die Schlossmühle in Schivelbein eine unterschlächtige Korn-Mühle mit 3 Mahlgängen, von der Rega getrieben und mit einem massiven Mühlengebäude. Bei unterschlächtigen Mühlen fließt Wasser zum Antrieb unter dem Wasserrad plätschert also nicht von oben auf das große Mühlrad.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Bild-Muehle-7.jpeg" alt="" class="wp-image-1636" width="480" height="310" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Bild-Muehle-7.jpeg 640w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Bild-Muehle-7-300x194.jpeg 300w" sizes="auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px" /></figure></div>


<p>Ohne die durch den Mühlenzwang garantierte Kundschaft scheint es trotz der neuen Freiheiten schwierig geworden zu sein mit der Schlossmühle. Am 4. Januar 1813 schrieb das Königliche Domänenamt in den Berlinischen Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen die Mühle „zum Verkauf oder zur Vererbpachtung“ aus.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Verkauf-1813.png"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Verkauf-1813-1024x545.png" alt="" class="wp-image-1638" width="512" height="273" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Verkauf-1813-1024x545.png 1024w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Verkauf-1813-300x160.png 300w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Verkauf-1813-768x408.png 768w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Verkauf-1813.png 1260w" sizes="auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px" /></a></figure></div>


<p>Es fand sich aber wohl kein Interessent, denn am 29.06.1825 wurde die Ausschreibung aufgehoben. Erst 1828 wurde ein neuer Anlauf unternommen.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Verkauf-1828.png"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Verkauf-1828.png" alt="" class="wp-image-1639" width="398" height="361" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Verkauf-1828.png 530w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Verkauf-1828-300x272.png 300w" sizes="auto, (max-width: 398px) 100vw, 398px" /></a></figure></div>


<p>Um 1860 schien es dann endlich neue Eigentümer gegeben zu haben, die die Mühle zukunftsfähig machen wollten. Die Mühlenbesitzer Träger und Dröger beantragten eine Genehmigung für den Umbau der Schlossmühle.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Troeger-und-Draeger-1024x490.png" alt="" class="wp-image-1640" width="512" height="245" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Troeger-und-Draeger-1024x490.png 1024w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Troeger-und-Draeger-300x144.png 300w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Troeger-und-Draeger-768x368.png 768w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Troeger-und-Draeger.png 1032w" sizes="auto, (max-width: 512px) 100vw, 512px" /></figure></div>


<p>Die Mühle in ihrer heutigen Gestalt dürfte auf diesen Bau Mitte des 19. Jahrhunderts zurückzuführen sein. Noch gehörte das Gelände offiziell zu Botenhagen, erst mit der Eingemeindung 1895 wurde die Mühle Teil der Stadt Schivelbein.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Bild-Muehle-5.jpeg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Bild-Muehle-5.jpeg" alt="" class="wp-image-1544" width="480" height="298" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Bild-Muehle-5.jpeg 640w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Bild-Muehle-5-300x186.jpeg 300w" sizes="auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px" /></a></figure></div>


<p>Spätestens 1889 hatte die Mühle einen neuen Besitzer: den Kaufmann Max Salomon aus Pollnow, der die Mühle für über 40 Jahre Jahre bis zu seinem Tod am 17.03.1932 führte. Die „Villa Salomon“, die Max Salomon 1912 bauen lässt, mit der charakteristischen Figur der Demeter, griechische Göttin der Fruchtbarkeit und als solche zuständig für Getreide und Saat, ziert das Mühlenareal noch heute.&nbsp;</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_2023-8-5-182525.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_2023-8-5-182525.jpg" alt="" class="wp-image-1641" width="449" height="480" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_2023-8-5-182525.jpg 598w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/IMG_2023-8-5-182525-280x300.jpg 280w" sizes="auto, (max-width: 449px) 100vw, 449px" /></a></figure></div>


<p>Im Januar 1913 übertrug Max Salomon die Firma an seinen Sohn Kurt.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img loading="lazy" decoding="async" width="221" height="104" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/07/Reichsanzeiger-11.02.1913.jpg" alt="" class="wp-image-1520"/></figure></div>


<p>In Folge der Wirtschaftskrise musste das Unternehmen Konkurs anmelden. Am 20.12.1935 erlosch die Firma Max Salomon in Schivelbein.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Erloeschen.tiff" alt="" class="wp-image-1607"/></figure></div>


<p>Der letzte deutsche Mühlenbesitzer war Adolf Polzin, Mühlenbesitzer aus Siedkow. Er, seine Frau Martha und die Tochter sollen sich in den frühen Märztagen 1945 nach Einmarsch der Russen in der Mühle erhängt haben.</p>



<p>Der Fuhr- und Pferdeknecht der Mühle, Richard Dobke, floh zunächst bei Einmarsch der Russen, kehrte dann aber wieder nach Schivelbein zurück, da er versprochen hatte, sich um die Mühle zu kümmern. Dies berichtete der Enkel von Richard Dobke, Michael Harr.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full is-resized"><a href="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Bild-Muehle-4.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Bild-Muehle-4.jpg" alt="" class="wp-image-1643" width="438" height="302" srcset="https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Bild-Muehle-4.jpg 584w, https://ahnenblog.globonauten.de/wp-content/uploads/2023/08/Bild-Muehle-4-300x207.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 438px) 100vw, 438px" /></a></figure></div>


<p>1946 wurde die Mühle verstaatlicht. Im Jahr 2023 eröffnete ein Restaurant im restaurierten Mühlengebäude.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://ahnenblog.globonauten.de/die-schlossmuehle-in-schivelbein/">Die Schlossmühle in Schivelbein</a> erschien zuerst auf <a href="https://ahnenblog.globonauten.de">Ahnenblog</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://ahnenblog.globonauten.de/die-schlossmuehle-in-schivelbein/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>1</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">1635</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
